23 Juli 2013 - 19:30
Präsident Suleiman bestellt EU-Botschafterin Eichhorst ein

Der libanesische Präsident Michel Suleiman hat am Montag die EU-Botschafterin im Libanon, Angelina Eichhorst, zum Gespräch einbestellt.

Der libanesische Präsident Michel Suleiman hat am Montag die EU-Botschafterin im Libanon, Angelina Eichhorst, zum Gespräch einbestellt. Suleiman betonte dabei, die Hisbollah sei ein wesentlicher Bestandteil der libanesischen Gesellschaft. Er hoffe, die EU werde ihre Entscheidung rückgängig machen, da diese den Libanon weiter destabilisieren könne, sagte er. Eichhorst wiegelte ab, die EU überprüfe Entscheidungen dieser Art alle sechs Monate. Die EU-Außenminister hatten am Montag einen »militärischen Flügel« der Hisbollah als »terroristische Organisation« eingestuft. Die libanesische Hisbollah hat in einer in Beirut veröffentlichten Stellungnahme ihre Aufnahme in die »Terrorliste« der Europäischen Union als »aggressiv und ungerecht« zurückgewiesen. Die EU habe nur ihre Unterschrift unter ein Papier gesetzt, das »mit der Hand der USA und der Tinte Israels geschrieben« worden sei. Der stellvertretende israelische Außenminister Zeev Elkin erklärte, Israel habe viel Zeit investiert, um diesen "bedeutenden" EU-Beschluss zu erreichen. Allerdings wäre Israel eine Einstufung der gesamten Hisbollah als Terrororganisation noch lieber gewesen. Schweiz will nach Angaben ihres Außenministers die Entscheidung der EU-Außenminister nicht akzeptieren. Didier Burkhalter betonte, Schiiten sind Teil der politischen Struktur Libanons und der Hisbollah als eine Partei komme  eine wichtige Rolle zu, deshalb akzeptiere Bern die Entscheidung der EU-Außenminister nicht.